Vom Gefühl der Leere zurück ins innere Zuhause

(Erfahrungsbericht Claudia)

Ausgangspunkt
Ich bin mit der Geburt meiner Sohnes in einer Krise gelandet:
Innere Leere, ein Gefühl des Abgeschnittenseins von mir und der Welt um mich herum. Es war, als hätte ich mein Zuhause verloren.

Zweieinhalb Jahre war ich auf der Suche nach Unterstützung.
Die erste Erfahrung in der Arbeit
In einem Einführungsworkshop bei Erk bin ich mit etwas in Kontakt gekommen, das ich bis dahin nicht kannte - und was mich seitdem an dieser Arbeit fasziniert:

Eine liebevolle Kraft, die, wenn ich es geschehen lasse, meinen Körper führt und etwas in die Heilung bringt.

Schritt für Schritt. Mal leise, mal laut, mal ganz zart und mal schmerzhaft. Aber immer so, wie es mein System gut verdauen konnte.
Die Erfahrung im Prozess
Sowohl in der Einzel- als auch Gruppenarbeit bei Erk konnte ich in einem Geschützen Raum lernen, mir und anderen Menschen nahe zu sein - oder mir auch eine Pause nehmen.
Ich habe gelernt, Grenzen zu spüren.
Ich habe Momente tiefster Freude und inniger Verbundenheit in mir und mit der Gruppe erlebt.
Ich habe erfahren, wie es ist, wenn eine brennende, kraftvolle Wut, eine beißende Scham, eine friedliche, kindliche Verspieltheit, eine scheinbar alles verzehrende Sehsucht, eine große Traurigkeit oder eine intime Sanftheit hervortreten und sich in einem sicheren Raum ausdrücken dürfen.

Ohne, dass ich dafür verurteilt werde.

Es war ein Glück, dass ich dabei nicht allein war, dass Erk da war und teilweise eine (Jahres)-Gruppe, die mich begleitet hat, zurück zu mir, in ein geschütztes, liebevolles Zuhause in mir.
Was sich verändert hat
Durch die Zeit in den Jahresgruppen und der Einzeltherapie ist auch äußerlich viel in Bewegung gekommen:
Ich habe meinen Job gewechselt,
meine Partnerschaft beendet
und bin heute glücklich in einer neuen Beziehung.
Ich bin dankbar für die Beziehung, die ich heute zu meinem Sohn gestalten kann.
Ich kann zunehmend ehrliche Freundschaften und Beziehungen leben.
Ich habe wieder Lust und Freude daran, zu erkunden, was in mir und zwischen mir und meinem Gegenüber passiert.
Ich verliere die Angst, mich verstecken oder zurücknehmen zu müssen.
Ich erlebe mich fokussierter, kraftvoller, sanfter, und wirksamer in dem, was ich tue.
Die eigentliche Veränderung
In die Leere, die zu Beginn der Therapie in mir war,
ist ein Gefühl von Ruhe, Leichtigkeit und Zufriedenheit geflossen.

Es gibt mehr Entscheidungsspielraum,
mehr innere Beweglichkeit
und mehr Überraschungen in meinem Leben.

Ich verlasse mich nicht mehr für andere oder für eine Idee.
Ich nehme mich, meine Gefühle und meine Bedürfnisse ernst.

Mein Körper ist zu meiner Komplizin geworden.
Ohne ihn geht nichts mehr – und mit ihm fühlt sich das Leben an wie eine gute Reise.

Praxis für köperorientierte Psychotherapie*
nach Wilhelm Reich

*ERLAUBNIS ZUR PSYCHOTHERAPIE NACH HEILPRAKTIKERGESETZ