Vom Funktionieren zurück in den Kontakt mit mir

(Erfahrungsbericht Lars)

Ausgangspunkt

Meine Ehe befand sich seit längerer Zeit in einer schwierigen Phase. Gleichzeitig merkte ich, dass mich mein kleiner Sohn immer häufiger triggerte. Ich fühlte mich oft klein und hatte das Gefühl, nicht genug zu sein – egal, wie ich mich verhielt oder was ich tat.

Zwischen meiner Frau und mir gab es immer wieder Streit, gleichzeitig lebten wir emotional sehr distanziert nebeneinander her. Ich war häufig empfindlich, unsicher und nicht wirklich in meiner eigenen Kraft.

Vor allem wurde mir immer deutlicher, dass ich eigentlich gar nicht wusste, wer ich wirklich bin, weil ich mich oft danach ausgerichtet habe, andere glücklich zu machen. Ich fühlte mich innerlich aufgewühlt und suchte wieder einen echten Kontakt zu mir selbst. Dabei brauchte ich Unterstützung.

Erfahrungen während der Arbeit
Was ich von Anfang an besonders bemerkenswert fand: Es gab kein festes Schema und kein abgespultes Standardprogramm. In jeder Sitzung wurde neu geschaut, was gerade wirklich da ist.
Wir saßen uns gegenüber, Erk nahm wahr, was er bei mir spürte oder sah – und plötzlich tauchten Themen oder Gefühle auf, die mir wenige Minuten vorher noch gar nicht bewusst waren.
Manchmal kam ich auch mit einem akuten Thema in die Sitzung, und dann entstand die Arbeit spontan daraus. Die Körperarbeit auf der Matte war jedes Mal anders. Traurigkeit, Hilflosigkeit, Wut – all das durfte da sein, ohne bewertet oder weggemacht zu werden.
Besonders eindrücklich waren für mich Sitzungen, in denen ich über die Arbeit mit Kissen innerlich mit meinen Eltern in Kontakt gegangen bin. Dabei konnte ich Dinge ausdrücken, die lange in mir festgehalten waren, und mich emotional stärker von alten Bindungen lösen. Das hat sehr viel Energie freigesetzt.
Nach vielen Sitzungen war ich zunächst erschöpft, gleichzeitig aber auch spürbar mehr bei mir selbst.
Ich bin mittlerweile seit über fünf Jahren bei Erk und gehe weiterhin einmal im Monat zu ihm.
Veränderungen
Heute fühle ich mich deutlich freier in mir. Ich habe mehr und mehr verstanden und erlebt, dass vieles, was ich suche, bereits in mir vorhanden ist. Ich fühle mich stabiler, klarer und widerstandsfähiger. Es fällt mir leichter, meine Grenzen nach außen zu kommunizieren und gleichzeitig die Grenzen anderer anzunehmen. Ich nehme die Dramen anderer Menschen weniger persönlich und merke schneller, was wirklich zu mir gehört – und was nicht.
Außerdem spüre ich meinen Körper heute viel feiner und differenzierter. Schritt für Schritt gelingt es mir, alte Muster zu durchbrechen, durch die ich immer wieder die falschen Menschen in mein Leben gezogen habe.
Praxis für köperorientierte Psychotherapie*
nach Wilhelm Reich

*ERLAUBNIS ZUR PSYCHOTHERAPIE NACH HEILPRAKTIKERGESETZ